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Die Symbioselenkung – auch Mikrobiologische Therapie genannt – ist eine hervorragende Therapie zur Steuerung des Abwehrsystems. Durch die Gabe probiotischer Bakterien baut sie den geschädigten Darm wieder auf. Sowohl Allergien als auch Infektanfälligkeiten lassen sich damit deutlich bessern.
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Die häufigste Ursache für eine gestörte Darmflora ist die Einnahme eines Antibiotikums oder mehrerer Antibiotika.
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Auf eine Störung der Darmflora deuten Erkrankungen wie:
- Allergien
- Haut-/Schleimhauterkrankungen
(Neurodermitis, Ekzeme, Pilzbefall)
- Wiederkehrende Infekte
- Rheumatische Erkrankungen
- Beschwerden im Magen-Darm-Trakt
(z.B. Reizdarm, chronische Darm- und Magenschleimhautentzündungen, Pilzbefall)
- Migräne
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Schäden der Darmflora können entstehen durch:
- Medikamente
Antibiotika, Protonenpumpenhemmer, Corticoide, Schmerzmittel (NSAR), Ovulationshemmer, Chemotherapie, Strahlentherapie
- Nahrungsmittelallergien
- Fehlernährung
zu viel tierisches Eiweiß, Zucker, Weißmehle
- Stress, Depression
- Rauchen, Umweltgifte (Blei, Cadmium, Quecksilber)
- Darminfekte: (Bakterien, Pilze, Parasiten)
- Darmkrankheiten
- Magen-, Leber-, Galle-, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
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Indirekt - und das ist das entscheidende Wirkprinzip der Symbioselenkung - handelt es sich um ein Training des Immunsystems mit ausgleichendem Effekt. Die Durchführung dieser Therapie erfordert viel Erfahrung, um die Bakteriendosis optimal anzupassen und das Verdauungssystem nicht zu überlasten. Sie dauert zwar lange, d. h. mehrere Monate, dafür schafft man jedoch eine lebenswichtige Grundlage für die Gesundheit!
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Die Symbioselenkung ist die therapeutische Beeinflussung der Mensch - Bakterien - Symbiose im Darm durch probiotische Bakterien und weitere Hilfsmittel. Indirekt, und das ist das entscheidende Wirkprinzip der Symbioselenkung, handelt es sich um ein Training des Immunsystems mit ausgleichendem Effekt.
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Heute wird die Symbioselenkung in der Regel “Mikrobiologische Therapie” genannt, weil der Begriff Symbioselenkung zu wenig den immuntherapeutischen Aspekt wiedergibt.
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Die Darmflora ist äußerst Artenreich. Man findet über 400 anzüchtbare Keime, und mit circa 100 Billionen an der Zahl sind es mehr, als der Mensch Zellen hat. Die Bakterien bilden einen Film, der schon aus Platzgründen das Eindringen krank machender (pathogener) Keime verhindert. Aber die Bakterien schaffen auch für sich selbst das beste Überlebensmilieu, so dass pathogene Bakterien schlecht anwachsen können. Darüber hinaus bieten uns die Keime Vitamine, eine geregelte Verdauung und trainieren permanent unser Abwehrsystem. Besonders die Colistämme durchdringen die Darmwand und gelangen so in den Immunapparat. Milchsäurebakterien hingegen kaum. Eine wichtige Funktion der Milchsäurekeime Lactobazillus und Bifidobakterium ist ihr Stoffwechselprodukt, wie der Name schon sagt, die Milchsäure. Diese prägt entscheidend das Milieu.
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Drei Hürden
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Entwicklungsgeschichtlich und praktisch ist der Darminnenraum - außen - für den Körper. Durch die große Oberfläche findet hier die entscheidende Abwehrauseinandersetzung mit der Umwelt statt. Neben der oben genannten Abwehr durch Masse (= Kolonisationsresistenz) gibt es noch zwei weitere Keimbarrieren: das Mucosa - Immun - System und die spezifische Abwehr im Blut. Die drei Hürde müssen Keime nehmen um uns richtig krank zu machen.
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drei: Antikörperproduktion im Blut-Lymphsystem
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zwei: Mukosa-Immunsystem (siehe nächstes Kapitel)
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eins: Bakterienrasen (Kolonisationsresistenz)
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Das Immunsystem im Darm (Mukosa-Immunsystem)
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Wenn Fremdstoffe und Krankheitserreger (Antigene) die Kolonisationsresistenz im Darm überwunden haben, gelangen sie durch die Darmschleimhaut zum dahinter gelegenen Lymphgewebe. Hier werden die passenden B-Lymphozyten aktiviert und beginnen eine Reise durch den Körper. Über die Lymphe gelangen sie zu den Lymphknoten, weiter ins Blut und dann auf die Schleimhautoberflächen. 80% kehren zurück in den Darm.
Am Ziel angekommen beginnen die Zellen mit der Produktion von Antikörpern (IgA). Das IgA wird an der Darmschleimhaut und den anderen Schleimhäuten noch mit einer sekretorischen Komponente versehen und dann ausgeschwitzt. Das sekretorische IgA (sIgA) schützt so die Schleimhäute. Ein Teil des IgA kreist weiter mit dem Blut und kann so an den Schleimhäuten eingesetzt werden. Für Neugeborene ist das besonders wichtig, da sie das IgA mit der Muttermilch bekommen.
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Dieses effektive, aber sensible Abwehrsystem kann geschädigt werden durch:
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- Medikamente
Antibiotika, Protonenpumpenhemmer, Corticoide, Schmerzmittel (NSAR), Ovulationshemmer, Chemotherapie, Strahlentherapie
- Nahrungsmittelallergien
- Fehlernährung
zu viel tierisches Eiweiß, Zucker, Weißmehle
- Stress, Depression
- Rauchen, Umweltgifte (Blei, Cadmium, Quecksilber)
- Darminfekte: (Bakterien, Pilze, Parasiten)
- Darmkrankheiten
- Magen-, Leber-, Galle-, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
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Folgen einer Störung
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Allergische Erkrankungen
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Heuschnupfen
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Asthmoide Bronchitis
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Asthma bronchiale
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Chronisches Ekzem
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Neurodermitis
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Hauterkrankungen
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Rezidivierende Infekte bei Erwachsenen und Kindern :
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Schnupfen ( besonders chronische Formen )
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Kehlkopfentzündungen
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Mittelohrentzündungen
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Nasennebenhöhlenentzündungen
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Bronchitis
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Harnwegsinfekte
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Pilzinfektionen und andere Hautinfektionen
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Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
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Magen-Darm-Trakt
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Allergien
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Chron. Magenschleimhautentzündung
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Schäden durch Nebenwirkungen von Antibiotika
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Pilzerkrankungen des Darms
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Magengeschwüre
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Duodenalgeschwüre
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Darmentzündungen ( z.B. Gastroenteritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
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Refluxösophagitis
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Reizdarm (Colon irritabile)
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Divertikulose - Divertikulitis
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Kopfschmerzsyndrome ( z.B. Migräne )
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Seit 1979 führe ich die Symbioselenkung durch. Dabei arbeite ich mit den Produkten der Firma Symbiopharm, die sich als besonders effektiv erwiesen haben.
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Vorphase
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Dauer:
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Wochen bis Monate
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Einnahme von:
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Prosymbioflor® (Fragmente der wichtigen Darmkeime) in ansteigender Dosierung. Dabei ist sehr darauf zu achten, wie viel der Mensch verträgt. Das kann ein geübtes Ohr u. a. an den Darmgeräuschen hören.
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zusätzlich:
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Gabe lebensfähiger Keime der Schutzflora, z. B. Symbiolact®
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Phase 1
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Dauer:
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Wochen bis Monate
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Einnahme von:
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Symbioflor 1® (lebensfähige Keime Enterococcus faecalis) in zügiger Ansteigung der Dosierung. Bei jeder Steigerung der Dosis wird die Verträglichkeit von mir geprüft.
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zusätzlich:
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Gabe lebensfähiger Keime der Schutzflora, z. B. Symbiolact®
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Phase 2
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Dauer:
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Wochen bis Monate
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Einnahme von:
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Prosymbioflor 2® (lebensfähige Keime Escherichia coli) in ansteigender Dosierung.
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zusätzlich:
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Gabe lebensfähiger Keime der Schutzflora, z. B. Symbiolact®
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Nachbereitung
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Nachdem die normale Flora wieder hergestellt ist und die Abwehrseite sich normalisiert hat ist die Schleimhaut nun auch normal durchgängig. Deshalb können jetzt wichtige Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralien gegeben und auch aufgenommen werden.
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Nebenwirkungen
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Die Mikrobiologische Therapie hat kaum Nebenwirkungen. Theoretisch sind allergische Reaktionen denkbar, mir sind aber noch keine Fälle bekannt geworden. Eher kommt es zu Erstverschlimmerungen. Das sind Heilreaktionen, wie das nochmalige Aufflackern von Entzündungsherden, Hautausschlägen oder ähnliches. Da ich sehr genau die Darmgeräusche verfolge, kann ich diese aber schon im Vorfelde durch Dosisanpassung angehen.
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Autovaccine
Die Krönung der Mikrobiologischen Therapie stellen die Autovaccine dar. Diese Impfstoffe werden aus den Darmkeimen des jeweiligen Menschen hergestellt. Mit ihnen wird noch mal eine ganz entscheidende Immunmodulation hinzugewonnen.
Die Injektionen der Autovaccine werden parallel zu der Phase 1 und 2 durchgeführt.
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Kosten
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An Arzt und Medikamentenkosten fallen etwa 15€ pro Woche an. Das schwankt aber erheblich, da im Verlauf der Therapie viele alte Störungen mit ausheilen und der Aufmerksamkeit bedürfen. Zudem ist die Dauer der Therapie sehr unterschiedlich. Die Spanne liegt in der Regel zwischen 6 und 18 Monaten.
Die Kosten der Behandlung übernehmen in der Regel die privaten Krankenversicherungen. (Die DKV hat bisher erhebliche Probleme bereitet.)
Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen in der Regel keine Therapie bezahlen, die Medikamente seit 1.1.2004 schon gar nicht.
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Zusätzliche lokale Anwendungen
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Bei Infektionen der Nase und der Ohren kann man Symbioflor 1 direkt an Ort und Stelle geben. Über die Nase wirkt es auch auf die Bindehäute der Augen.
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Der Gynäkologe Dr. Albert Döderlein (1860 - 1941) entdeckte in der gesunden Scheidenflora die nach ihm benannten Bakterien.
Ähnlich wie im Darm bilden auch diese einen Abwehrfilm. Gegenüber Staphylococcus aureus, einem sehr gefürchteten Keim, da er gegen viele Antibiotika resistent ist, scheinen die Döderlein-Stäbchen Abwehrstoffe auszuschwitzen (Milchsäure), wie man auf dem Bild der Firma Med unten gut sehen kann. An der Grenze zu den blauen Döderlein-stäbchen kann Staphylococcus aureus (weiss) nicht wachsen.
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