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Mit ihrem Ansatz „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ unterscheidet sich die Homöopathie ganz wesentlich von der Schulmedizin. Während die klassische Schulmedizin Krankheiten mit etwas Gegensätzlichem, Andersartigem behandelt, setzt die Homöopathie auf Gleichartiges. Mit ihren Mitteln löst sie einen Impuls aus, der die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und wieder ein Gleichgewicht im Organismus herstellt. Meist kommt es dabei zu einer Erstverschlimmerung, die jedoch Indiz für die Wirksamkeit des Mittels ist und nach kurzer Zeit abklingt.
Die Wirkstoffe der homöopathischen Arzneimittel werden aus Pflanzen, Mineralien oder tierischem Material gewonnen, mehrfach verdünnt und auf spezielle Weise geschüttelt. Die Häufigkeit der Verdünnung wird als sog. „Potenzierung“ bezeichnet. Je höher die Potenz, desto größer die Verdünnung und um so stärker die Wirkung.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Richtungen in der Homöopathie:
- Klassische Homöopathie
- Tiefpotenzhomöopathie, die sog. Komplexhomöopathie
Die klassische Homöopathie sucht als ganzheitliche Therapieform ein für den Patienten individuelles Medikament, das seinen Beschwerden und seiner Persönlichkeit besonders nahe kommt. Die Auswahl erfolgt personenorientiert und berücksichtig neben dem gesamten Beschwerdebild auch viele psychische Aspekte und Persönlichkeitsmerkmale (Vorlieben, Gewohnheiten, Konstitutionstyp etc.) eines Patienten. Aus dem breiten Spektrum homöopathischer Arzneimittel wird dann nur ein einziges herausgesucht und in der Regel nur einmalig in einer hohen Potenz gegeben.
Die Tiefpotenzhomöopathie dagegen wählt, wie der Name schon sagt, eine niedrige Potenz eines Mittels, das auf die Symptomatik der akuten Erkrankung ausgerichtet ist. Es ist dann auch möglich, Medikamente in einer Gabe zusammenzufassen (sog. Komplexe), die sich in ihrer Wirkung ergänzen.
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