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Kräutermedizin: Nutze die Heilkraft der Pflanzen!

In der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) werden Heilpflanzen als Drogen bezeichnet. Man unterscheidet Forte- und Mite-Drogen. Die Fortedrogen sind in ihrer Wirkung so stark, dass sie in der konventionellen Medizin eingesetzt werden. Dazu gehören z. B. Digitalis und Opium. Die Mitedrogen dagegen werden in der Naturheilkunde verwendet. Sie kontrollieren nicht die Körperfunktionen, sondern regen zur Heilung an. Bekannte Drogen aus dem naturheilkundlichen Bereich sind Kamille, Baldrian und Ackerschachtelhalm.

Hier geht es zu einem kleinen Pflanzenquiz. Es wäre schon sehr gut, wenn Sie die Hälfte erraten würden.

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Teezubereitung:

Aufguss (Infus): 1 Tasse (ca. 150 ml) kochendes Wasser wird über die Droge gegossen und abgedeckt 10 Minuten ziehen gelassen. Am Besten macht man einen Aufguss bei dünnen Blättern und Blüten.

Abkochung (Dekokt): Die Droge wird mit einer Tasse Wasser, abgedeckt für kurze Zeit (1-3 Minuten) oder längere Zeit (20 Minuten) gekocht; in der Regel bei Rinden und Wurzeln.

Kaltauszug (Mazeration): Die Droge wird mit einer Tasse kalten Wassers für die Dauer von 6-8 Stunden abgedeckt ziehen gelassen; gut bei dicken Blättern.

Kombiniertes Verfahren (Mazerationsteildekokt): Die Drogenmenge, die für 2 Tassen Wasser bestimmt ist, wird zur einen Hälfte kalt ausgezogen, die andere aufgegossen oder abgekocht. Nach Abkühlung werden die Tassen zusammengegeben.

Hier ein Teerezept für den Alltag:

      Melissenblätter    20 g
      Pfefferminzblätter    10 g
      Kamillenblüten    30 g
      mischen
      1 Teelöffel auf 1 Tasse als Aufguss
      “Kräutertee Dirk”

Ich finde den Tee sehr angenehm und lecker. Das Rezept habe ich von Dr. Dirk Sieveking, einem Studienfreund, dem zu Ehren ich den Tee so benannt habe.

Für spezielle Anwendungsgebiete:

Anis, Kümmel, Fenchel zusammen als Tee gegen Blähungen

Kamillentee bei Darmbeschwerden

Pfefferminze bei Übelkeit und Magenschmerzen

Aber! Bitte, alles nur kurz und wenn es nicht so schlimm ist. Sonst und in Zweifelsfällen bitte den Arzt aufsuchen. Keine Blinddarmentzündung wurde mit Kamille geheilt!

Im Weiteren hat das Netz viel zu dem Thema zu bieten. Z. B. bietet G-Netz ein sehr schön ausgearbeitetes Heilpflanzenlexikon an:
zum Lexikon

 

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